Familienpolitik in der Frauen- und Gleichstellungsarbeit an Hochschulen

Die Kommission "Familienpolitik in der Frauen- und Gleichstellungsarbeit" ist auf der BuKoF- Jahrestagung 2009 in Leipzig entstanden mit dem Ziel:

  • das Spannungsverhältnis zwischen Familien- und Gleichstellungspolitik in den Hochschulen aus feministischer Perspektive kritisch zu analysieren;
  • dem gesellschaftlichen Trend der Gleichsetzung von Familien- mit Gleichstellungspolitik entgegenzuwirken;
  • Empfehlungen zu erarbeiten, wie eine geschlechtergerechte Familienpolitik in Hochschulen gelingen kann in Ergänzung zu der Frauen- und Gleichstellungsarbeit.

 

Sprecherin

 

Dr. Silvia Lange

Stiftung Universität Hildesheim
Gleichstellungsbeauftragte
E -Mail: langes@uni-hildesheim.de
Telefon: 05121/883 - 92152
 

Stellvertr. Sprecherinnen

 

Christina Rahn

Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt

Koordinatorin Familienservice

E-Mail: rahn@em.uni-frankfurt.de

Tel.: 069/798 - 18688

 

Dörte Esselborn

Universität Potsdam

Leiterin Service für Familien

E-Mail: service-familien@uni-potsdam.de

Tel.: 0331/977 - 4289

 

Tagung der BuKoF Kommission für Familienpolitik: 12. & 13.06.2017 in Hildesheim

Einladung und Programm Jahrestagung BuKoF Familienkommission am 12. und 13.06.2017 in Hildesheim

Wie wir wissen schreitet die Gleichstellung der Geschlechter an den Hochschulen nur langsam voran. So hat sich beispielsweise der Frauenanteil an Professuren laut CEWS von 1980 bis 2015  von 5,3 % auf 22,7 erhöht.  Der Gender Pay Gap liegt immer noch  bei 21 %, der Gender Pension Gap bei 59,6%, der Gender Care-Gap bei 52% - letzteres bedeutet, Frauen leisten 52% mehr an Care-Arbeit als Männer.

 

Die demografische Entwicklung, insbesondere das Altern der geburtenstarken Jahrgänge, bringt es mit sich, dass die Zahl älterer pflegebedürftiger Menschen ansteigt. Es stellt sich diesbezüglich die Frage, wer unter welchen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen Pflegeaufgaben übernimmt und wie sich dieses auf die Geschlechterverhältnisse auswirkt. Laut Christine Schildmann und Severin Schmidt (2015) greifen aktuelle Reformen im Pflegebereich zu kurz, „denn sie basieren auf einer problematischen Grundannahme. Sie setzen weiterhin voraus, dass in Zukunft Pflegearbeit hauptsächlich von Töchtern, Schwiegertöchtern, Enkeltöchtern und Ehefrauen geleistet wird – im Privaten, unentgeltlich, oft unter Aufgabe der eigenen ökonomischen Unabhängigkeit.“

 

Auf unserer Jahrestagung möchten wir der Frage nachgehen, welchen gleichstellungspolitischen Anforderungen ein Care-Regime in Bezug auf Pflege genügen muss, um nicht zu einer Retraditionalisierung der Geschlechterverhältnisse im Sinne des männlichen Ernährer- und weiblichen Zuverdienstmodells beizutragen.Wie ist das Dritte Pflegestärkungsgesetz in diesem Kontext einzuschätzen?

 

Materialien

Publikationen:

Links:

Literaturempfehlungen:

  • Heintze, Cornelia (2015): Auf der Highroad - der skandinavische Weg zu einem zeitgemäßen Pflegesystem. Ein Vergleich zwischen fünf nordischen Ländern und Deutschland. Expertise im Auftrag des Forums Politik und Gesellschaft und der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung, Kurzfassung in: WISO-Diskurs (Juli 2012), Überarbeitete Update-Version 2015 Bonn
  • Riegraf, Birgit (2014): Care, Geschlecht, Gerechtigkeit. Von der Chancengleichheit und Verteilungsgerechtigkeit zur Entdeckung der Leistungsgerechtigkeit, in: Aulenbacher, Brigitte/ Dammayr, Maria (Hg.): Für sich und andere sorgen. Krise und Zukunft von Care in der modernen Gesellschaft, Reihe Arbeitsgesellschaft im Wandel, Weinheim und Basel, Beltz Juventa, S. 160-170
  • Aulenbacher,B./ Riegraf, B./ Theobald, H (Hg) (2014): Sorge: Arbeit, Verhältnisse, Regime - Care; Work, Relations, Regime, Sonderband, 20, Soziale Welt.
  • Auth, Diana (2014): Noch immer auf Kosten der Frauen? Sorgearbeit im Wohlfahrtsstaat. In: Jung, Tina/Lieb, Anja/Reusch, Marie/Scheele, Alexandra/Schoppengerd, Stefan (Hg.), In Arbeit: Emanzipation. Feministischer Eigensinn in Wissenschaft und Politik, Münster: Westfälisches Dampfboot, 2014, S. 116-131
  • Riegraf, Birgit (2013): New Public Management, die Ökonomisierung des Sozialen und (Geschlechter)Gerechtigkeit: Entwicklungen der Fürsorge im internationalen Vergleich, in: Appelt, Erna/ Aulenbacher, Brigitte/ Wetterer, Angelika (Hg.): Gesellschaft. Feministische Krisendiagnosen, Münster, Westfälisches Dampfboot, S. 127-143
  • Keck, Wolfgang (2012): Die Vereinbarkeit von häuslicher Pflege und Beruf. Bern: Hans Huber.

 

 

Jahrestagung BuKoF Familienkommission 2016: Schwerpunkt Gender Pension Gap

Am Montag, 13.06.2016 & Dienstag, 14.06.2016 tagte die Familienkommission in Hildesheim: Einladung und Programm

 

Materialien

 

Geschlechtsspezifische Rentenlücke (Gender Pay Gap)

Deutscher Frauenrat

DGB

Bündnis "Equal Pension Day"

Veröffentlichung BMFSFJ "Gender Pension Gap. Entwicklung eines Indikators für faire Einkommensperspektiven von Frauen und Männern."

Veröffentlichung BMFSFJ "Mitten im Leben. Wünsche und Lebenswirklichkeiten von Frauen zwischen 30 und 50 Jahren."

 

Veröffentlichungen des BMFSFJ Schwerpunkt Vereinbarkeit und wirtschaftliche Unabhängigkeit

Memorandum "Familie und Arbeitswelt. Die neue Vereinbarkeit" (2015)

Dossier Müttererwerstätigkeit (2014)

Familienreport - Leistungen, Wirkungen, Trends (2014)

 

Studien des Instituts für Demoskopie Allensbach: Arbeitsteilung, Rollenbilder, Einstellungen von Eltern

Weichenstellungen für die Aufgabenteilung in Familie und Beruf (2015)

Zwischen Kinderbetreuung und Unterstützung der Eltern: Frauen in der Sandwich-Generation (2015)

Monitor Familienleben (2013)

 

Literaturempfehlungen Schwerpunkt: Verhältnis Gleichstellung und Familienpolitik

  • Kahlert, Heike (2013): Familie und Gleichstellung. Thesen zur gesellschaftlichen Zukunftsfähigkeit. In: Krüger, Dorothea Christa/ Herma, Holger/ Schierbaum, Anja (Hrsg.): Familie(n) heute. Entwicklungen, Kontroversen, Prognosen.-Weinheim (u.a.), Beltz Verlag, S. 378-391
  • Allmendinger, Jutta, von den Driesch, Ellen (2015): Der wahre Unterschied. Erst die Rente zeigt den ganzen Umfang der Geschlechterungleichheit. WZB Mitteilungen, Heft 149, S. 36 - 39
  • Jurczyk, Karin/Walper, Sabine (2012): Gender und Familie. In: Wissenschaftlicher Beirat für Familienfragen beim BMFSFJ (Hrsg.): Familie, Wissenschaft, Politik. Ein Kompendium der Familienpolitik. Würzburg: Ergon Verlag, S. 213 -225
  • Beck-Gernsheim, Elisabeth (2014): Im Kreuzfeuer. Familienpolitik zwischen "Nicht mehr" und "Noch nicht". Opladen, S. 14-23
  • Krüger, Dorothea Christa (2013): Gleichstellung in der Differenz oder Differenz in der Gleichstellung? Zum Verhältnis der Geschlechter in Partnerschaft und Familie seit der Nachkriegszeit. In: Krüger, Dorothea Christa/ Herma, Holger/ Schierbaum, Anja (Hrsg.): Familie(n) heute. Entwicklungen, Kontroversen, Prognosen, Beltz Verlag, S. 71-101
  • Bertram, Hans/ Bujard, Martin (2012): Zur Zukunft der Familienpolitik. In: Zeit, Geld, Infrastruktur - zur Zukunft der Familienpolitik, Baden Baden, Nomos Verlag, S. 3-24

 

Netzwerke Familie & Hochschule

Best Practice Club "Familie in der Hochschule"

Windo e. V. Wissenschaft Dortmund, AG Familienfreundlicher Wissenschaftsstandort

Aktionsplattform Familie@Beruf.NRW

 

Novellierung Mutterschutz

Auszug aus dem Koalitionsvertrag (Kapitel 4.1 "Miteinander stärken und Chancengleichheit)

 

Gesetzesentwurf zur Neuregelung des Mutterschutzrechts

 

Stellungnahme BuKoF zum Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Neuregelung des Mutterschutzrechts vom 28.06.2016

 

Stellungnahme zum 8. Familienbericht der Bundesregierung

Stellungnahme zum 8. Familienbericht der Bundesregierung

pdf-Datei

Brief an Ministerin Schröder zum 8. Familienbericht

pdf-Datei