Hilfen gegen Antifeminismus und Hate Speech

Service

Hier gibt es Tipps, empfehlenswerten Publikationen und Links sowie Hintergrundinformationen und Argumente für eine geschlechtergerechte und vielfältige Gesellschaft und gegen antifeministische Positionen und Hate Speech.

Positionspapier der bukof

Die bukof hat ein 2019 ein Positionspapier zum Thema Antifeminismus verfasst: “Gemeinsam für eine geschlechtergerechte, vielfältige Wissenschaft: Antifeministischen Positionen entgegentreten!” Darin fordern wir die Hochschulleitungen, Wissenschaftsorganisationen, Bundes- und Landesministerien sowie die Poltik auf, gemeinsam und solidarisch antifeministischen Angriffen entgegenzutreten und sich zu einer strukturell abgesicherten Gleichstellungsarbeit zu bekennen.

Argumentationshilfen gegen Antifeminismus

Der bei Alma Marta erschienenen Sammelband „Facetten des Antifeminismus. Angriffe und Eingriffe in Wissenschaft und Gesellschaft“ thematisiert Antifeminismus auch in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven: der Sozialpädagogik, den Kulturwissenschaften, der Sozialpsychologie, der Philosophie, den Umweltwissenschaften, der Soziologie, der Sozialen Ökologie sowie den Politik- und Erziehungswissenschaften. Zunächst werden aktuelle Debatten um Antifeminismus, Rechtsextremismus und Antigenderismus in den Blick genommen. Die Beiträge zeigen auf, in welcher Form sich Angriffe und Anfeindungen gegen Geschlechter- und Diversitätsforschung sowie Gleichstellungsarbeit äußern. Im zweiten Schwerpunkt verdeutlichen die Beiträge beispielhaft, wie antifeministisches Gedankengut sowie Vereinnahmungen von rechts in Bezugnahme auf Natur und Kultur in gesellschaftliche Handlungsfelder eindringen.

Der Wissenschaftlerinnen-Rundbrief der Zentralen Frauenbeauftragten der Freien Universität Berlin befasst sich in ihrer Publikation schwerpunktmäßig mit dem Thema Antifeminismus aus der Perspektive deutscher und internationaler Hocschulen.

In der vom Deutschen Frauenrat (DF) herausgegebene Expertise “Auswirkungen von Antifeminismus auf Frauenverbände” sind Erfahrungen der Mitgliedsverbände mit Antifeminismus und Gegenstrategien aus der Arbeitspraxis zu finden. Zudem findet sich eine umfangreiche Sammlung von Argumentationshilfen und Beratungsangeboten. Die Autorinnen  sind Judith Rahner, Franziska Schindler und Rachel Spicker (Amadeu Antonio Stiftung).

Die Publikation “Antifeminismus in Deutschland in Zeiten der Corona-Pandemie” (2020) von Rebekka Blum und Judith Rahner ist in der Reihe “Triumph der Frauen? Das weibliche Antlitz des Rechtspopulismus und -extremismus in ausgewählten Ländern” der Friedrich-Ebert-Stiftung erschienen. Die Autorinnen schaffen darin einen aktuellen Überblick zu Antifeminismus in Deutschland und wie dieser durch die Corona-Pandemie beeinflusst wird.

Die 2019 in V.i.S.d.P. vom Vorstand des AStA der Goethe-Universität Frankfurt veröffentlichte Publikation “Feindbild Emanzipation. Antifeminismus an der Hochschule” gliedert sich in drei Abschnitte. Im ersten Teil wird theoretisch in das Thema des Antifeminismus eingeführt und auf allgemeine Tendenzen eingegangen. Die zweite Sektion “Antifeminismus
an der Hochschule. Akteure, Diskurse, Entwicklungen.” ordnet das Phänomen des Antifeminismus in den Kontext der deutschen Hochschullandschaft ein. Im dritten und letzten Abschnitt  werden Gegenstrategien anhand von Beispielen vorgestellt.

Eine Broschüre (2017) des Gunda-Werner-Instituts der Heinrich-Böll Stiftung in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Die Broschüre stellt zwölf gängigen antifeministischen Positionen Richtigstellungen gegenüber, gibt Hintergrundinformationen und liefert Argumente.

 

Die Publikation (2017) der Friedrich-Ebert-Stiftung formuliert Argumente für eine geschlechtergerechte und vielfältige Gesellschaft und zeigt auf, warum das Märchen von der großen Gender-Verschwörung eben genau das ist: ein Märchen.

Die Borschüre (2017) der Rosa-Luxemburg-Stiftung beantwortet die Fragen, wie mit rechten und rassistischen Positionen und Sprüchen klar und angemessen umgegangen werden kann und wann es sinnvoll ist, mit einem Gegenüber zu diskutieren und wann nicht.

Die Broschüre von Women against Violence Europe (WAVE Network) gibt es in englischer und französischer Sprache. Sie liefert Instrumente, Tipps und Tricks zu Self-Care und Strategien im Umgang mit antifeministischen Angriffen.

Die Publikation (2014) des Gunda-Werner-Instituts der Heinrich-Böll Stiftung geht dem Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit nach und gibt Argumente für eine Auseinandersetzungen an die Hand.

Die Publikation (2011) der Friedrich-Ebert-Stiftung bietet eine Argumentationshilfe gegen die gängigsten und wichtigsten Argumente gegen Geschlechterpolitik.

Portale, Dossiers und Infotheken

Antifeminismus
| Gunda Werner Insitut

Infothek Antifeminismus
| Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbeauftragter (BAG)

 Web-Dossier “Angriff auf die Demokratie?”
| Gunda-Werner-Instituts

Wiki-Plattform “Diskursatlas Antifeminismus

Hilfen bei Hate Speech und digitaler Gewalt

Die Handreichung der Amadeu Antonio Stiftung betrachtet Frauenhass in Online-Subkulturen und klärt über Online-Codes auf. Sie setzt gegenwärtige Strategien in einen historischen Kontext von Frauenhass im Rechtsextremismus und bietet umfangreiche Handlungsempfehlungen.

Die Expertise “Geschlecht und Gewalt im digitalen Raum” von Regina Frey ist eine qualitative Analyse der Erscheinungsformen, Betroffenheiten und Handlungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung intersektionaler Aspekte und wurde für den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung in Auftrag gegeben

Tipps zum Umgang mit rechten Störungen bei Videokonferenz-Formaten, Interview bei “weiterdenken” der Heinrich-Böll-Stiftung mit Peps Gutsche von Gegenargument

Flyerreihe “Was tun bei Hate Speech?” der Amadeu Antonio Stiftung gibt Antworten auf die Fragen: Was ist die richtige Reaktion? War das wirklich so gemeint? Und kann ich überhaupt was tun?

Materialien des Bundesverbands Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe Frauen gegen Gewalt e.V (bff) zu digitaler Gewalt bieten Infos zu Digitaler Gewalt. Besonders zu empfehlen ist die Broschüre “Digitale Welten – Digitale Medien – Digitale Gewalt”. Hier finden sich Informationen über die unterschiedlichen Erscheinungsformen digitaler Gewalt wie zum Beispiel Diffamierung, Nachstellung oder Bedrohung im Netz, Identitätsdiebstahl und die Weitergabe oder Veröffentlichung von digitalen Aufnahmen.

Helpdesk der Neuen Medienmacher gibt guten Rat und konkrete Hilfe gegen Hate Speech im Netz.

Vorfälle von Hate Speech können bei der Beratungsstelle Demokratiezentrum Baden-Württemberg gemeldet werden. Bei Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz können Hate-Speech-Fälle hier gemeldet werden.