Gleichstellung und Internationalisierung

Kommissionen

Die Kommission Gleichstellung und Internationalisierung – Glnter – befasst sich mit den ökonomischen, politischen und bildungspolitischen Rahmenbedingungen von Internationalisierung und ihren Auswirkungen auf die Gleichstellungsarbeit an den Hochschulen.

Das Thema Internationalisierung rückt als übergreifendes Handlungsfeld mit strategischer Bedeutung immer mehr in den Vordergrund in der Hochschullandschaft. Da die Gleichstellungsarbeit als wichtiges strategisches Ziel der Hochschulen auch Internationalisierung berührt, können zunehmend Schnittstellen zwischen den beiden Handlungsfeldern festgestellt werden.

Die Kommission Gleichstellung und Internationalisierung befasst sich mit den ökonomischen, politischen und bildungspolitischen Rahmenbedingungen von Internationalisierung und ihren Auswirkungen auf die Gleichstellungsarbeit an den Hochschulen. Um Wissen um diese Themen zu generieren, hat die Kommission sich folgende Ziele und Aufgaben gesetzt:

1. Die Herausforderungen und Verantwortlichkeit in Bezug auf Internationalisierung im Kontext von Gleichstellung auf ökonomischer (Rekrutierung, Benchmarking, Kapazitätsauslastungen), politischer (EU, global citizen, Entwicklungszusammenarbeit, Transfer) und bildungspolitischer (Harmonisierung der Wissenschaftssysteme und Wissensproduktion, Wissensmigration) Ebene mit folgenden Fragen zu reflektieren:

  • Wie wirkt sich die Internationalisierung der Hochschulen auf die Herstellung von Chancengleichheit und Diskriminierungsabbau konkret aus?
  • Beobachten wir einen Rückgang der gleichstellungspolitischen Leitgedanken zugunsten von Internationalisierung in Förderlinien, Programmen und Positionspapieren der Scientific Community oder befruchten sich beide Themen?
  • In wie weit werden Prozesse umgestaltet, damit die Ziele sowohl der Gleichstellungs- als auch der Internationalisierungsstrategien besser gesteuert werden können?

2. Austausch und Diskussion von Wissen und Erfahrungen zu Handlungsfeldern, die Schnittstellen zwischen beiden Themen darstellen:

  • Mobilität und ihre Chancen und Risiken
  • Leistungsbewertung im globalen Kontext (z. B. um die besten Forscher*innen zu gewinnen und zu halten)
  • Willkommenskultur stärken (Anerkennung/ Wertschätzung für vielfältige unterschiedliche Biographien und interkulturelle Kompetenzen)
  • Diversität und Personalentwicklung (Anti-Bias und Intersektionalität, Öffnung von Hochschulen)
  • Kulturwandel und Organisationskultur

3. Austausch zu diesen Themen mit Vertreter*innen wissenschaftspolitischer Organisationen wie DAAD, WR, HRK, DFG, BMBF; gleichstellungspolitischen Vertreter*innen von wissenschaftlichen Fachgesellschaften mit internationaler Ausrichtung; Partnerhochschulen usw.

Folgende Produkte sollen erarbeitet werden:

  • Leitfaden zur Integration von Gleichstellung in die Internationalisierungsstrategien und -maßnahmen von Hochschulen und von internationalen Perspektiven in Gleichstellungsstrategien und -maßnahmen
  • Empfehlungen an Wissenschaftsakteur*innen zur Integration von Gleichstellung im Internationalisierungskontext, wie Positionspapiere, Ausschreibungen, Audits etc.

Die Treffen der Kommission finden zweimal jährlich rotierend in Einrichtungen der Kommissionsmitglieder statt.

Zu einzelnen Treffen werden auch Expert*innen aus Wissenschaftspolitik sowie der Forschung zu Gleichstellung und Internationalisierung eingeladen.

Die nächste Sitzung findet am 06. Mai 2019 an der CAU zu Kiel statt.

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