Hochschulgovernance und Gleichstellung

Kommissionen

Die Kommission beschäftigt sich mit Governancestrukturen vor dem Hintergrund des Wandels an Hochschulen. Ziel der Arbeit ist Akteurskonstellationen, Entscheidungsprozesse sowie Kommunikations- und Aushandlungsprozesse und den zusammenhängenden Regelungsstrukturen in Hochschulen zu analysieren.

Ziel
der Kommission ist es, im Kontext von Governance Akteurskonstellationen, Entscheidungsprozesse, Regelungsstrukturen, Kommunikations- und Aushandlungsprozesse sowie den Wandel an Hochschulen zu beschreiben. Ausgangspunkt der Diskussionen sind bspw. Empfehlungen von Wissenschaftsorganisationen, aktuelle hochschulpolitische Debatten sowie Erfahrungswerte der Gleichstellungsakteurinnen an der eigenen Hochschule.
Die Arbeit ist eingebettet in den allgemeinen Diskurs über Veränderungen von Hochschulen und Wissenschaft. Denn: Im Prozess der Hochschulreform sind im Gleichstellungsbereich zunehmend auch sich verändernde Konzepte, Instrumente und Praxen der Hochschulsteuerung; hier zusammenfassend „Hochschulgovernance“ zu beobachten.

Wesentliche Themenfelder sind:

  • die Implementierung neuer Steuerungsinstrumente (Zielvereinbarungen, leistungsorientierte Mittelvergabe) in den Hochschulgesetzen und der    hochschulinternen Managementpraxis, die Art und Weise wie Gleichstellung integriert ist und umgesetzt wird,
  • die Ausdifferenzierung und Entwicklung von Gleichstellung in nationalen Anreizprogrammen (weitere Bund-Länder-Programme bspw. Exzellenzstrategie/-initiative, Nachwuchspakt),
  • die Etablierung von Gleichstellung als neuer Steuerungsaufgabe mit Blick auf die Verantwortungsübernahme der Akteur*innen auf zentraler und dezentraler Ebene der Hochschulen,
  • die Integration von Gleichstellung in das Qualitätsmanagement, was sowohl die Umsetzung externer Zertifizierungsverfahren (Total E-Quality Science Award, Audit familiengerechte Hochschule, Diversity Audit, Studiengangakkreditierung) als auch hochschulinterner Evaluationsverfahren/-prozesse sowie Instrumente des Gleichstellungs-Monitoring betrifft:
    – Etablierung des Gleichstellungscontrolling,
    – Berücksichtigung von Gleichstellung in Hochschulrankings und Benchmarking-Initiativen,
    – Einführung und Weiterentwicklung von Kennzahlen und Leistungsindikatoren zur Steuerung der Kernaufgaben der Hochschulen,
  • die Integration von Gleichstellung in verschiedene Hochschulbereiche (Forschungsförderung, Nachwuchsförderung, Studium und Lehre, Personalgewinnung/ -struktur)
  • die Reflexion der eigenen Praxis unter der Frage „Wie steuere ich?“ (Test auf Anfrage)

Neben Strukturveränderungen wird auch der kulturelle Wandel in der Wissenschaftslandschaft und an den Hochschulen in den Blick genommen und mit den Erfahrungswerten der Gleichstellungsakteur*innen verknüpft.

 

Die Kommission trifft sich drei Mal pro Jahr:

  • Mai/Juni in Konstanz
  • im Rahmen der bukof-Jahrestagung
  • November/Dezember in Göttingen

Zu einzelnen Treffen werden auch Expert*innen aus Wissenschaftspolitik sowie der Forschung zu Hochschule und Governance eingeladen.

Die Kommission arbeitet mit anderen Kommissionen und dem bukof-Vorstand gemeinsam an Positionspapieren.

 

Das nächste Treffen der Kommission ist am Montag, den 26.11.2018 in Konstanz.

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