Geschlechtergerechtigkeit, Antidiskriminierung und der Schutz von Minderheiten sind tragende Säulen einer demokratischen und offenen Hochschule. Doch diese Grundprinzipien geraten zunehmend unter politischen und ideologischen Druck: Geschlechterforschung, Post-Colonial-Studies oder Black-Studies werden öffentlich delegitimiert; Rechte von TIN*-Personen offen infrage gestellt. Solche Angriffe bedrohen nicht nur einzelne Fachrichtungen oder Personengruppen – sie sind ein Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit und auf demokratische Grundwerte.
In Deutschland erleben wir eine beunruhigende Diskursverschiebung: Antifeministische Narrative finden vermehrt Eingang in politische Debatten – nicht nur am rechten Rand, sondern auch in der gesellschaftlichen Mitte. Gleichstellungspolitik, geschlechtergerechte Sprache und Diversitätsansätze werden mehr denn je zur Projektionsfläche verhärteter politischer Konflikte.
Die diesjährige Jahrestagung der Bundeskonferenz der Frauen – und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof) steht deshalb unter dem Titel „GeschlechterDemokratie.“ In Workshops, offenen Räumen und einem Dialog-Gespräch werden Themen wie Antifeminismus und die Gefährdung von Demokratie, Geschlechtervielfalt in der Gleichstellungspolitik, Aushandlungen von Diversity und Gleichstellung sowie (anti)demokratische Strukturen an Hochschulen diskutiert. Im Zentrum steht die Frage, wie Hochschulen Räume für Gleichstellung und Antidiskriminierung sichern, erweitern und sein können. In einer Zeit, in der demokratische Errungenschaften infrage gestellt werden, braucht es klare Haltungen, solidarische Bündnisse und neue Allianzen.
In den beiden Workshop-Phasen finden parallel jeweils alle acht Workshops statt. Die Teilnehmenden können also an zwei von acht Workshops teilnehmen. Die Verteilung der Teilnehmenden auf die jeweilige Workshop-Phase erfolgt durch die bukof. Eine Übersicht über alle Workshops mit je einem kurzen Abstract findet sich weiter unten unter „Workshops“.
Der offene Raum ist ein Angebot an alle Teilnehmenden zur freien Gestaltung und zum spontanen Treffen. In dieser Zeit können sich Personen z. B. zu einer vertiefenden thematischen Gesprächsrunde zusammenfinden, sich zu Erfahrungen mit einem Thema an der eigenen Hochschule austauschen und voneinander lernen. Die Workshop-Räume stehen in diesem Zeitraum allen Anfragenden zur Verfügung.
Wenn Sie ein Angebot für den offenen Raum organisieren möchten, senden Sie bis zum 31. Juli eine kurz Anfrage per Mail an die bukof-Geschäftsstelle.
Eine Übersicht über alle geplanten Offenen Räume während der bukof-Jahrestagung findet sich weiter unten unter „Offene Räume“.
Falls es die räumlichen Kapazitäten zulassen, können spontan offene Angebote während der Tagung angemeldet werden.
Empowerment-Space für queere Menschen
Auf der diesjährigen Jahrestagung wird es erneut einen Empowerment-Space für queere Menschen geben. Die positiven Rückmeldungen aus dem vergangenen Jahr haben gezeigt, dass es einen Bedarf für einen geschützter Raum für queere Menschen gibt.
Der Rahmen des Workshops ist vertraulich und richtet sich an Alle, die eine Nähe zum Begriff queer, u .a. lesbisch, schwul, trans, inter, questioning, asexuell, aromantisch, poly, kinky und beyond haben. Auch teilgeoutete oder ungeoutete Menschen sind herzlich willkommen.
Als queere Menschen erleben wir im Alltag und im Job oft Diskriminierungen und Mikroaggressionen, wenn unsere Lebenrealitäten mal wieder ignoriert, nicht mitgedacht oder gekränkt werden. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns in der Community gegenseitig unterstützen und uns in unserer Selbstbestimmung persönlich und gemeinschaftlich bestärken.
In diesem Empowerment-Space gibt es die Möglichkeit, Erfahrungen zu teilen und jeglichen Gefühlen einen Raum zu geben. Wir tauschen uns über unsere Umgangsstrategien aus und reflektieren, wann diese hilfreich sind und wo wir noch neue benötigen. Außerdem gestalten die Teilnehmer*innen den Empowerment-Space aktiv mit und können eigene Wünsche und Bedürfnisse einbringen.
Grundlegend für den Space ist die gegenseitige Wertschätzung und die Haltung, dass nicht wir uns ändern müssen, sondern die Gesellschaft. Der Rahmen des Workshops ist vertraulich.
Zur Person: Jonah (er/ihm) ist trans*maskulin, bi, weiß, nicht behindert, Erstakademiker und hauptberuflich Pädagoge für geschlechtliche Vielfalt in der Erwachsenenbildung.
Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Eine Anmeldung ist über das Anmeldeformular möglich. Wir möchten mit dem diesjährigen Angebot insbesondere denjenigen eine Teilnahme ermöglichen, die im letzten Jahr nicht teilnehmen konnten.
Empowerment-Space für für Rassismusbetroffene
Dieser anderthalbstündige Empowerment Space richtet sich an Menschen mit Rassismuserfahrungen. In einem geschützten Raum nutzen wir kreative Storytellingmethoden, um unsere Geschichten, unsere Vorfahren unsere Zukünfte zu würdigen: nicht als bloße Schaustellung von Diskriminierung, sondern als Ausdruck von Würde, Überleben und Widerstand.
Ob schreibend, erzählend oder einfach hörend – wir erlauben uns, leise und laut zu sein, verletzlich und stark, fragend und wütend. Bring mit: dich selbst, ein Notizbuch (optional) und etwas was dir besonders viel Zuversicht und Kraft geben kann – sei es ein Bild, ein Gegenstand, ein Lied, ein Geruch, eine Erinnerung etc.
Bei guten Wetterbedingungen werden wir uns auch nach draußen begeben und in Interaktion mit verschiedenen Elementen treten und uns auch hier mit unserem physischen Umfeld beschäftige.
Referent*in: Sagal Hussein, Big Sibling Kollektiv
Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Eine Anmeldung ist über das Anmeldeformular möglich.
Die bukof-Mitgliederversammlung findet im Rahmen der bukof-Jahrestagung statt. An der bukof-Mitgliederversammlung können ohne gesonderte Anmeldung alle bukof-Mitglieder teilnehmen, die zur bukof-Jahrestagung angemeldet sind. Mitglieder der bukof sind die Hochschulen, die auch Mitglied in der HRK sind. In der MV hat jede Hochschule eine Stimme. Das Stimmrecht der Hochschule wird von eine*r Gleichstellungsakteur*in dieser Hochschule wahrgenommen.
Eine gesonderte Einladung zur Mitgliederversammlung erhalten alle Mitglieder Anfang August per Mail. Die Unterlagen zur MV finden sich auf der bukof-Webseite im passwortgeschützten Mitgliederbereich. Das Passwort haben die bukof-Mitglieder per Mail erhalten. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die bukof-Geschäftsstelle.
Am Donnerstagnachmittag bieten wir folgendes Rahmenprogramm an:
- Stadtführung zu Fuß durch Heilbronn
- Stadtführung per Bus, vorrangig für mobilitätseingeschränkte Personen
- Campusführung an der Hochschule Heilbronn
- Kanutour auf dem Neckar (Zuzahlung von 25 Euro vor Ort, begrenzte Teilnahmezahl von 20 Personen)
Am Donnerstagabend findet das Abendessen in der Alten Reederei (Am Neckaruferpark 20, 74076 Heilbronn) statt. Der Ort bietet Gelegenheit für gemütliches Beisammensein.
Heilbronn bietet viele weitere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Während der bukof-Jahrestagung findet ein großes Weinfest, das Heilbronner Weindorf statt. Eine Zusammenstellung weiterer möglicher Aktivitäten (Besuch der Kletterhalle, Spaziergänge) finden Sie am Empfangstisch vor Ort.
Prof. Dr. Saskia-Nicole Reinfuss, Hochschule Heilbronn
Demokratie ist die Basis von Gleichstellungspolitik. Hochschulen haben als Lern-Lerneinrichtungen einen großen Multiplikatoren Hebel für die Vermittlung von Demokratie, demokratischen Basisprinzipien sowie für die Gestaltung von Räumen zum Dialog.
Dieser Workshop soll den Dialog zwischen den Hochschulen öffnen: Die Bemühungen zur Förderung der Demokratie in allen Facetten steht im Mittelpunkt. Inhaltlich geht es damit um den Austausch für demokratiefördernde Konzepte. Angelehnt an die Methodik „Appreciative Inquiry“ fragt der Workshop nach erfolgreichen Maßnahmen und deren Übertragbarkeit: Wer sind die Zielgruppen? Wer sind Akteur*innen? Welche Strategien verfolgen sie? Welche Inhalte werden behandelt? Mit welchen Kapazitäten wird die Umsetzung der Konzepte verfolgt? Wie können wir den Erfolg messen?
Das Ziel ist der Austausch von Best Practices sowie konzeptionellen Ideen für eine Stärkung der demokratischen Basis an Hochschulen.
Dr. Atlanta Ina Beyer, Lola für Demokratie e. V., ZAFFA/Meldestelle Antifeminismus
Das Erstarken des Rechtsextremismus in Deutschland und die immer deutlicher zu Tage tretenden autoritären Bestrebungen werden maßgeblich auch von antifeministischen Ideen und Mobilisierungen getragen. Feministische und gleichstellungspolitische Arbeit, die Emanzipationsbestrebungen von LSBTIQA* und machtkritische Wissenschaften werden gezielt angegriffen. Akteur*innen, die sich für Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt einsetzen, sollen aus der Öffentlichkeit gedrängt und „mundtot“ gemacht, ihre Handlungsspielräume so verringert werden.
Der Workshop gibt zunächst einen Überblick zu aktuellen Entwicklungen, antifeministischen Angriffsfeldern und Strategien. Im Anschluss besteht Raum, konkrete Auswirkungen auf die Arbeit im Hochschulkontext gemeinsam zu reflektieren und Strategien sowie (alltägliche) Praktiken (weiter-)zu entwickeln, um Antifeminismus wirksam begegnen zu können.
Blu Doppe, queer_topia*
Geschlechtliche Vielfalt ist in den letzten Jahren an den Hochschulen, im Alltag, in Politik und Medien ein immer größeres und lauteres Thema geworden. Damit gehen Errungenschaften und Sichtbarkeit einher, aber auch viele Widerstände, die Menschen offen aussprechen. Wir wollen uns im Workshop sowohl mit den Basics beschäftigen als auch schauen, wie wir uns mit Menschen verbünden können, die aufgrund ihrer Geschlechtsidentität Diskriminierung erfahren. Dazu werden wir uns mit folgenden Fragen beschäftigen: Was bedeutet geschlechtliche Vielfalt? Welche verschiedenen Identitätskategorien gibt es? Welchen Diskriminierungen sind Menschen mit diesen Identitäten ausgesetzt? Wie kann ich mich für das Thema sensibilisieren und Unterstützung geben?
Zur Person: Blu Doppe ist Social Justice und Radical Diversity Trainer*in, Trainer*in für Theater der Unterdrückten und Betzavta, Sexualpädagog*in, GFK-Mediator*in und Lachyoga-Leiter*in. Blu ist zudem in der Ausbildung zur systemischen Therapeut*in. Blu bildet sich regelmäßig weiter zu den Themen sexuelle, amouröse und geschlechtliche Vielfalt, Sexualität, Geschlechterrollen und allen anderen Intersektionen.
Susanne Dyhr, BTU Cottbus-Senftenberg
Seit mehreren Jahren gibt es einen globalen und nationalen Aufschwung der extremen Rechten. Diese Entwicklung macht auch vor den Hochschulen nicht halt. Der akademische Betrieb wird zunehmend mit antidemokratischen und antifeministischen Einstellungen herausgefordert. Darüber hinaus sind Hochschulangehörige und der Hochschulcampus mal mehr, mal weniger, Teil von Stadtgesellschaften, welche in die hochschulische Sphäre hineinwirken. In dem Workshop werden Ansätze zum Umgang mit dieser Entwicklung besprochen. Ausgangspunkt ist das an der BTU Cottbus – Senftenberg entwickelte Handlungskonzept gegen (extrem) rechte Einflussnahme und Gewalt. Dieses hat zum Ziel, partizipative Strukturen zu fördern und die Handlungsfähigkeit in den Bereichen der Lehre, Forschung und Verwaltung zu stärken. Daran anschließend gibt es Raum für Austausch zur aktuellen Lage an den Hochschulen und möglichen Handlungsstrategien.
Zur Person: Susanne Dyhr arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziale Arbeit zu Monitoring und Dokumentation (extrem) rechter Einflussnahme der BTU Cottbus-Senftenberg.
Dr. Andrea Löther; Dr. Nina Steinweg, CEWS
Hochschulen sind Orte der Wissensproduktion und gesellschaftlichen Gestaltung, doch sie sind auch von Machtstrukturen, Ressourcenverteilung und institutionellen Hierarchien geprägt. Gleichstellungs- und Diversitäts-Akteur*innen stehen dabei oft vor der Herausforderung, unterschiedliche Interessen, Perspektiven und Strategien auszubalancieren. Während Diversitäts- und Gleichstellungsarbeit gemeinsame Ziele verfolgen, entstehen in der Praxis nicht selten Spannungen und Konkurrenzen – etwa im Zugang zu Fördermitteln, in der strategischen Ausrichtung oder in der Anerkennung spezifischer Diskriminierungsformen.
In diesem interaktiven Workshop wollen wir uns mit diesen Spannungsfeldern auseinandersetzen und erproben, wie solidarische Zusammenarbeit und Kooperation gestärkt werden kann. Im Zentrum steht die Methode des systemischen Konsensierens, die demokratische Entscheidungen jenseits von Mehrheitsentscheidungen unterstützt und es ermöglicht, in konfliktbehafteten Szenarien tragfähige und von allen mitgetragene Lösungen zu entwickeln. Die Teilnehmenden bearbeiten ein praxisnahes Fallbeispiel, reflektieren bestehende Herausforderungen und erarbeiten eine gemeinsame Entscheidungsstrategie.
Ziel des Workshops ist es, die Zusammenarbeit zwischen Gleichstellungs- und Diversitäts-Akteur*innen an Hochschulen zu stärken, Konkurrenzdynamiken zu reflektieren und Methoden kennenzulernen, die helfen solidarische Handlungsoptionen zu entwickeln. Der Workshop richtet sich an Gleichstellungsbeauftragte und andere Gleichstellungsakteur*innen, Akteur*innen im Bereich Diversität und Antidiskriminierung sowie an alle, die an der Schnittstelle von Gleichstellung und Diversität in Hochschulen tätig sind.
Nick Markwald, Europa-Universität Flensburg
Nicht-binäre Menschen haben seit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur sog. Dritten Option ein Recht auf Anerkennung ihrer nicht-binären Geschlechtlichkeit sowie ein Recht, gegenüber anderen Geschlechtern nicht benachteiligt zu werden. Das nehmen wir im Workshop als Ausgangspunkt, um zu untersuchen, wo und wie nicht-binäre Menschen in die Gleichstellungsarbeit einbezogen werden müssen oder können. Fragen, die wir uns stellen werden, sind z. B.: Was bedeutet die Gleichstellung nicht-binärer Menschen für geschlechtersegregierte Beratungsangebote? Welchen Einfluss hat die rechtliche Anerkennung nicht-binärer Menschen auf Frauenquoten?
Beruhend auf der von Nick Markwald gemeinsam mit Rechtsanwältin Friederike Boll erstellten Studie „Keine halben Sachen. Nicht-binäre Menschen im Gleichstellungsrecht“ werde ich zunächst einen Überblick über den rechtlichen Rahmen für den Einbezug nicht-binärer Menschen in die Gleichstellungsarbeit geben. Anschließend werden wir gemeinsam diskutieren und ausloten, wie diese Einbeziehung in der Praxis rechtskonform gelingen kann.
Zita Küng, EQuality Zürich
Situationen verändern sich, weil sich Umstände ändern und weil Menschen mehr oder weniger bewusst eine Veränderung herbeiführen. In einer Demokratie ist das Ziel, dass die Bevölkerung mitgestaltet. Geschlechterdemokratie bedeutet, dass die Beteiligung der Geschlechter paritätisch ist.
Um zu beurteilen, in welchem Umfang diese Forderung eingelöst ist, braucht es eine differenziertere Betrachtung. Die Überlegungen des Organisationssoziologen Nils Brunsson bieten sich zur Analyse an: Er unterscheidet die Ebenen Sprechen – Entscheiden – Tun an. Wir fragen deshalb Wer / Wann / Wo / Wozu / Worüber spricht, entscheidet, und was wer wo wozu tut. Jede Situation hat deshalb ihr SET.
Wir untersuchen die Beteiligung der Geschlechter, die Möglichkeiten und Ausgrenzungen beim Sprechen/Gehörtwerden, beim Entscheiden und beim Tun.
Wir besprechen konkrete Beispiele und entwickeln daraus auch Ideen, in welchen Themen/Fragen es lohnend sein könnte, die Beteiligung bei einem/bei zweien oder bei allen 3 Faktoren konkret zu unterstützen, um die Geschlechterdemokratie zu stärken.
Prof. Dr. Elke Wolf, Hochschule München; Prof. Kathrin Zippel Ph.D., Freie Universität Berlin
Diversity, Equity und Inclusion (DEI)-Initiativen werden an US-amerikanischen Hochschulen massiv zurückgedrängt. Was bedeutet das für die Gleichstellungs- und Diversitätspolitik an deutschen Hochschulen?
In diesem Workshop analysieren wir die systematische Demontage von DEI-Programmen an amerikanischen Universitäten. Im Fokus steht die kritische Evaluation, welche Entwicklungen auf den deutschen Kontext übertragbar sind und wo fundamentale Unterschiede bestehen. Am Beispiel der Maßnahmen gegen gendergerechte Sprache in Bayern diskutieren wir, inwiefern sich Strategien der US-amerikanischen Anti-DEI-Bewegung in Deutschland wiederfinden und wie die spezifisch deutsche Hochschulautonomie und Gleichstellungstradition als Ressource genutzt werden kann.
Die Teilnehmenden entwickeln maßgeschneiderte Handlungsansätze, die die Stärken der deutschen Gleichstellungsarbeit berücksichtigen und gleichzeitig aus den Erfahrungen der US-amerikanischen Kolleg*innen lernen – für nachhaltige Widerstandsstrategien im deutschen Hochschulkontext.
bukof-Geschäftsstelle und Andrea Löther (CEWS)
Das Angebot „bukof für Neue“ richtet sich an alle, die noch nicht lange in der hochschulischen geschlechterpolitischen Arbeit tätig sind und/oder das erste Mal an einer bukof-Jahrestagung teilnehmen. Die bukof-Geschäftsstelle sowie Andrea Löther vom CEWS stellen die Ziele und Strukturen der bukof vor. Die Teilnehmenden können alles fragen, was sie schon immer über die bukof, Gleichstellungsarbeit an Hochschulen oder die bukof-Jahrestagung wissen wollten. Außerdem ist das Angebot eine gute Gelegenheit andere „Neue“ zu treffen und mit ihnen zu netzwerken.
bukof-Kommission Mitarbeiter*innn in Technik und Verwaltung (MTV)
Die MTV-Kommission präsentiert und sammelt:
- Die Erfolge der letzten Jahre im Kontext der bukof-Kampagne „FairNetztEuch mit den Hochschulsekretariaten“
- Neue Themensammlung für die Zukunft: Was brodelt bei Euch?!
Die Kommission stellt sich im offenen Raum vor und freut sich darauf, die Erfolge der letzten Jahre mit vielen Interessierten zu teilen und neue Themen aufzunehmen. Über weitere Mitstreiter*innen für die Kommissionsarbeit würden wir uns sehr freuen und sind gespannt auf viele neue Anregungen.
Projekt Digital Hate der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg)
Angriffe gegen Wissenschaftler*innen sind spätestens seit der Corona-Pandemie ein Thema in der Öffentlichkeit. Im Zuge der Digitalisierung finden diese auch zunehmend mittels digitaler Kommunikationsmittel statt. Vor diesem Hintergrund untersucht das Forschungsprojekt Digital Hate an der OTH Regensburg digitale Gewalt gegen Professor*innen insbesondere der Klima-, Migrations- und Genderforschung.
In diesem Raum möchten wir – ausgehend von ersten Ergebnissen des Forschungsprojekts Digital Hate – ins Gespräch kommen: Welche Erfahrungen mit dem Thema ‘digitale Gewalt’ haben die Teilnehmer*innen selbst oder in ihrem Umfeld gemacht? Gibt es Anlaufstellen und Unterstützungsangebote an ihren Hochschulen? Wie nehmen sie das Thema allgemein wahr und was bräuchte es, um dem Problem (digitaler) Angriffe gegen Wissenschaftler*innen zu begegnen?
Raum-Moderation: Prof. Dr. Clarissa Rudolph und Kyra Schneider
bukof-AG Muslimische Frauen an deutschen Hochschulen
Die bukof-AG Muslimische Frauen an Hochschulen trifft sich seit 2021, um sich zur Situation muslimischer Frauen an deutschen Hochschulen auszutauschen. Daraus ist ein Papier mit Handlungsempfehlungen entstanden, das dabei helfen soll, die Gleichstellungspraxis an Hochschulen intersektional weiterzuentwickeln. Das Papier liefert Hintergründe zu antimuslimischem Rassismus, staatlicher Neutralität und den Diskussionen zu Kopftuchverboten. Es gibt aber auch ganz konkrete Tipps für praktische Fragen im Hochschulalltag, etwa zum Umgang mit Forderungen nach Geschlechtertrennung in Räumen der Stille, zur intersektionalen Ausgestaltung von Karriereförderangeboten und Antidiskriminierungsberatung oder zu Herausforderungen in Lehr- und Prüfungssituationen. Diese Ergebnisse wollen wir im Offenen Raum vorstellen. Es gibt Zeit für Fragen und zum Austausch
bukof-AG Intersektionale Gleichstellungsarbeit
Intersektionale Gleichstellungsarbeit wird nicht nur in der bukof intensiv diskutiert. Gleichzeitig mehren sich die Angriffe auf die Themenfelder Diversity, Antidiskriminierung und Gleichstellung an Hochschulen und Mittelkürzungen in den Bundesländern betreffen unsere teils mühsam erreichten oder gerade erst neu aufgebauten Strukturen gleichermaßen. Auch beim Stichwort „Bürokratieabbau“ werden die Themenfelder in einem Atemzug genannt. Es ist also höchste Zeit, dass die deutschlandweit bestehenden Netzwerke sich besser kennenlernen, Möglichkeiten und Herausforderungen der Zusammenarbeit identifizieren und sich zusammen stark machen gegen demokratiefeindliche Angriffe.
In diesem offenen Raum wollen wir die Gelegenheit schaffen, dass die Vertreter*innen der Netzwerke und der bukof ins Gespräch kommen und die Teilnehmer*innen diesen Austausch begleiten können.
Moderation: Katja Kraft/Michael Wallner (AG Intersektionale Gleichstellung)
Programm
Mittwoch, 17. September 2025
| Zeit | Programmpunkt | Ort |
|---|---|---|
| ab 10.00 | Kommissionssitzungen | |
| 10.00-12.00 | Mitarbeiter*innen in Technik und Verwaltung (MTV) - öffentlich - | Konferenz 1 |
| 11.00-12.30 | Geschlechtergerechte Personalentwicklung an Hochschulen (PE) – öffentlich - | Konferenz 3 |
| 11.00-12.00 | Chancengleichheitsprogramme und -initiativen CGPI) – öffentlich - | Konferenz 4 |
| ab 11.00 | Ankommen und Anmeldung | Foyer |
| 12.00-13.30 | Individuelles Mittagessen (Selbstzahlung) | Mensa |
| 13.30 | Eröffnungsveranstaltung | Saal |
| 13.30-14.15 |
Begrüßung und Grußworte: Prof. Dr.-Ing. Oliver Lenzen (Rektor der Hochschule Heilbronn) Bundesministerin, Dorothee Bär (Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt) – angefragt |
Saal |
| 14.15-15.45 |
Dialog-Gespräch:
"GeschlechterDemokratie weiterdenken: Intersektionale Perspektiven auf aktuelle politische Herausforderungen im Dialog" Prof. Dr. Elahe Haschemi Yekani, Humboldt-Universität zu Berlin, Univ.-Prof. Dr. i.R. Birgit Sauer, Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien |
Saal |
| 16.00-16.30 | Pause | Foyer |
| 16.30-18.30 | Workshop-Phase 1 | |
| WS1 - Best Practices – Demokratieförderung an Hochschulen (Saskia Reinfuss) | T.0.10 | |
| WS2 - Gefährdung demokratischer Strukturen durch Antifemi-nismus (Atlanta Ina Beyer) | Konferenz 2 | |
| WS3 - Geschlechtliche Vielfalt verstehen, reflektieren und sich verbünden (blu doppe) | Konferenz 6 | |
| WS4 - Handlungskonzept gegen (extrem) rechte Einflussnahme und Gewalt an Hochschulen (Susanne Dyhr) | Konferenz 3 | |
| WS5 - Konkurrenz und Solidarität. Herausforderungen und Chancen für Gleichstellung, Antidiskriminierung und Diversität an Hochschulen (Andrea Löther und Nina Steinweg) | Saal (hinten) | |
| WS6 - Nicht-binäre Menschen in der Gleichstellungsarbeit: rechtliche Handlungspflichten und Handlungsoptionen (Nick Markwald) | Konferenz 4 | |
| WS7 - Sprechen – Entscheiden – Tun: Ein SET für die Geschlech-terdemokratie (Zita Küng) | Konferenz 1 | |
| WS8 - Widerstand bilden, Vielfalt schützen: Vom US-Backlash zur deutschen Hochschule (Kathrin Zippel, Elke Wolf) | Konferenz 5 | |
| ab 19.00 | Abendessen und Zeit für Gespräche und Austausch | Foyer |
Donnerstag, 18. September
| Zeit | Programmpunkt | Ort |
|---|---|---|
| 09.00-10.30 | Empowerment-Space für für Rassismusbetroffene | Konferenz 6 |
| 09.00-10.30 | Offener Raum | |
| OR1 - bukof für Neue (bukof-Geschäftsstelle, Andrea Löther) | Konferenz 1 | |
| OR2 – Die MTV-Kommission stellt sich vor! (MTV-Kommission) | Konferenz 4 | |
| OR3 - Digitale Gewalt gegen Wissenschaftlerinnen. Erfahrungen, Bedarfe, Forschungsstand (Projekt Digital Hate) | Konferenz 3 | |
| OR4 – Handlungsempfehlungen für Gleichstellungsakteur*innen zum Umgang mit antimuslimischem Rassismus an Hochschulen (AG Muslimische Frauen) | Konferenz 5 | |
| OR5 - Kennenlernen, Gemeinsamkeiten und Möglichkeiten der Zusammenarbeit: moderierter Austausch mit den Netzwerken Antidiskriminierung und Diversity an Hochschulen (AG Intersek-tionale Gelichstellungsarbeit) | Konferenz 2 | |
| 10.30-11.00 | Pause | Foyer |
| 11.00-12.30 | bukof-Mitgliederversammlung (Teil 1) | Saal |
| 12.30-14.00 | Mittagessen | Mensa |
| 14.15-14.30 |
Grußwort Ministerialdirektor Dr. Hans Reiter (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg) |
Saal |
| 14.30-17.00 | bukof-Mitgliederversammlung (Teil 2) | Saal |
| 17.00-19.30 | Rahmenprogramm | |
| ab 19.30 | Abendessen und Abendprogramm | Alten Reederei, Am Neckaruferpark 20, 74076 Heilbronn |
Freitag, 19. September
| Zeit | Programmpunkt | Ort |
|---|---|---|
| 09.00-11.00 | Empowermentspace für queere Menschen | T.1.40 |
| 09.00-11.00 | Workshop-Phase 2 | |
| WS1 - Best Practices – Demokratieförderung an Hochschulen (Saskia Reinfuss) | T.0.10 | |
| WS2 - Gefährdung demokratischer Strukturen durch Antifemi-nismus (Atlanta Ina Beyer) | Konferenz 2 | |
| WS3 - Geschlechtliche Vielfalt verstehen, reflektieren und sich verbünden (blu doppe) | Konferenz 6 | |
| WS4 - Handlungskonzept gegen (extrem) rechte Einflussnahme und Gewalt an Hochschulen (Susanne Dyhr) | Konferenz 3 | |
| WS5 - Konkurrenz und Solidarität. Herausforderungen und Chancen für Gleichstellung, Antidiskriminierung und Diversität an Hochschulen (Andrea Löther und Nina Steinweg) | Saal (hinten) | |
| WS6 - Nicht-binäre Menschen in der Gleichstellungsarbeit: rechtliche Handlungspflichten und Handlungsoptionen (Nick Markwald) | Konferenz 4 | |
| WS7 - Sprechen – Entscheiden – Tun: Ein SET für die Geschlech-terdemokratie (Zita Küng) | Konferenz 1 | |
| WS8 - Widerstand bilden, Vielfalt schützen: Vom US-Backlash zur deutschen Hochschule (Kathrin Zippel, Elke Wolf) | Konferenz 5 | |
| 11.00-11.30 | Pause | Foyer |
| 11.30-12.30 |
Podiumsgespräch „Antifeminismus und Bürokratieabbau an Hochschulen und in der Wissenschaft“ Dr. Sylke Ernst (Sprecherin der Landeskonferenz der hessischen Hochschulfrauen- und Gleichstellungsbeauftragten), Dr. Harald von Kalm (Leiter der Abteilung Fachübergreifende Querschnittsangelegenheiten in der DFG), Prof. Birgit Riegraf (Allgemeine Soziologie, Universität Paderborn), Dr. Nina Steinweg, (CEWS) Moderation: Michaela Frohberg (bukof-Vorstand) |
Saal |
| 12.30-13.00 | Abschlussplenum | Saal |
| 13.00 | Ende der Tagung |